Kapytaen – S/T Demo

Kapytaen haben sich für das Medium Kassette entschieden. Cool, ein kleiner Beitrag damit dieses selten gewordene Format am Leben bleibt. Auch die Gestaltung überzeugt. Die Band macht nach eigener Beschreibung „Fucked up Kurstadt Violence“. Kurstadt Violence erinnert an manches, was im deutschen Sprachraum in Sachen Underground und HC das letzte Jahrzehnt beliebt war, wenn auch das Label Neocrust nicht so gut passt, dass es ihnen aufdrückt werden kann. Kapytaen drosseln das Tempo häufig. Der Moshcore-Ansatz („Povera“) klingt gut, Melodien, da wo sie mal vorkommen („Endonduko“) ebenso. Ein verstörendes Zwischenstück wie „Melu“ kann noch überraschen, genauso wie finnische Songtitel („Haista Vittu“). Das Fucked up in der Selbstbeschreibung ist angebracht. Fucked up ist der nur schwer berechenbare Verlauf der Lieder, fucked up sind die Schreie des Shouters, die Crewshouts und die dünne Produktion. Der rohe Sound passt zum Stil der Band. Selbst wenn das hier keine Demo wäre, könnte man nicht so viel dagegen sagen. Die Texte sind mehr oder weniger fucked up und lesenswert, aber alles schon mal in selber oder ähnlicher Form gehört. Das „Fickt Euch Alle“ am Ende von „Sobredosis Gris“ drückt treffend aus, was die Musik ausmacht.

Bandcamp

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